Was hat mein Gesellenstück als Schreiner mit meiner jetzigen Arbeit als Software- und KI-Entwickler zu tun?
Vor 20 Jahren (und bereits davor) waren CNC-Fräsen ein großes Thema. MDF-Platte drauf. Programm laden. Werkstück fertig.
Ich arbeitete damals bei einem Meister, der zum Thema CNC eine ganz klar ablehnende Haltung hatte. Er war der Meinung, CNC-Maschinen würden zum Aussterben des Schreinerberufs führen. Als Konsequenz verweigerte er sich allen computergesteuerten Maschinen. Ein reiner Purist. Computer = schlecht. Handarbeit = gut.
Das Thema "KI" ist ein bisschen das, was die CNC-Fräse vor 20 oder 30 Jahren im Handwerk war, nur eben fürs Büro. Es hilft dabei, die Produktivität zu steigern und Werkstücke zu fertigen, die ohne CNC gar nicht möglich gewesen wären.
Aber auch hier gibts Leute, die Angst haben: "die KI" würde bald alles übernehmen. "Die KI" wird als ein nebulöser Gegner betrachtet, statt als Partner. Auch hier verweigert sich der ein oder andere dem Thema, so wie der ein oder andere Schreiner sich vor 20 Jahren CNC-Fräsen verweigerte.
Ich hab mir den Spaß gemacht, mal zu schauen, was aus dem Betrieb vor 20 Jahren geworden ist, der auf keinen Fall mit CNC arbeiten wollte.
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